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„Roter Teppich“ für weltbeste Skifahrinnen wird in Ofterschwang ausgerollt

Ofterschwang steckt mitten in den Vorbereitungen auf Alpin-Weltcup Anfang März. Für das Organisationskomitee geht es in die heiße Phase.

OK-Team am Zielhang

Draußen herrscht tiefster Allgäuer Winter und die Pisten am Ofterschwanger Horn laden zum Skifahren ein. Auf begeisterte Hobbysportler in den nächsten Tagen und Wochen ist man bestens vorbereitet. Der tolle Blick aus dem Fenster vom Büro im Ofterschwanger Hauses begeistert Dominik Fritz. Im ersten Stock, wo ansonsten der Gemeinderat in seinen Sitzungen über die Geschicke des Ortes berät, werden seit Oktober ganz andere Dinge entschieden. Hier sitzt das Organisationskomitee des alpinen Damen-Weltcups, der am 9. Und 10. März 2018 am Ofterschwanger Horn ausgetragen wird und dann sein 20-Jähriges Jubiläum feiert. Seit Oktober ist Dominik Fritz (34) als Generalsekretär „Chef im Ring“. Ihm zur Seite steht Anika Bichlmeier (27). Seit Ende Januar bekommen sie Verstärkung durch Susann Huber, die sich um die Unterbringung kümmert und Hanne Lingg, die seit 2008 als „gute Seele“ und gewohnt routiniert das OK begleitet.
Mit Hanspeter Schratt (56) als Präsidiumsmitglied und stellvertretenden Generalsekretär hat das Team jemanden im Boot, der von der ersten Stunde des Weltcups an dabei ist. Für Schratt ein Ehrenamt, das er zu seinen Aufgaben als Geschäftsführer der Bergbahnen Ofterschwang-Gunzesried trotz der momentan Dauerbelastung gern übernimmt.
In dieser Konstellation sei ein Weltcup trotz des hohen Aufwands gut vorzubereiten, sagt Dominik Fritz, der mit seiner Erfahrung aus über 40 Weltcups auf viele Jahre Vertrautheit mit sportlichen Großevents zurückgreifen kann. „Wir müssen uns auf die Ausrichtung nur eines Weltcups mit zwei Wettbewerben konzentrieren und uns steht ein Präsidium sowie die Ressortleiter mit ihren Helferteams mit einem immensen Erfahrungsschatz zur Verfügung“, gibt sich Fritz zuversichtlich. Mit seinem kleinen, aber feinen Team kümmert er sich im Vorfeld um die Organisation, führt Verhandlungen mit Tribünenbauern und TV-Teams und richtet alles so an, dass die Ressortleiter und die knapp 600 freiwilligen Helfer gut einsteigen können, sobald es „ernst“ wird am Weltcup-Hang.
Die heiße Phase beginnt dann Anfang Februar, noch immer völlig unbemerkt von den Skifans, die die Weltcup-Abfahrt unbeeinträchtigt für ihre Schwünge genießen können. Ab dem 5. März wird jedoch der „rote Teppich“ für die weltbesten Alpinskifahrerinnen ausgerollt und die Rennstrecke gesperrt. Rundum wird wieselflink gearbeitet: das Fernsehen kommt, die Tribünen im Stadion werden fertig errichtet, das Festzelt aufgebaut, Sicherheitszäune aufgestellt, Kabel verlegt und Tische gerückt. Dann muss alles Hand in Hand gehen, die Arbeitsabläufe wie im Schlaf beherrscht sein.
In Ofterschwang freut man sich sehr, nach fünf Jahren wieder Gastgeber des alpinen Weltcups zu sein. Vor allem, weil man weiß, dass die Athletinnen die gemütliche und familiäre Atmosphäre an dieser Weltcup-Station in Deutschland stets sehr genießen und schätzen.