Linsey Vonn (USA) kurz vor dem Ziel

Ein Stelldichein der Top-Athleten

Auch ohne die verletzte Lindsey Vonn ist das Teilnehmerfeld von Ofterschwang so prominent wie selten zuvor – Frisch gebackene Weltmeisterinnen sind ebenso am Start wie Exoten.

So wohlklingend war das Starterfeld in Ofterschwang wohl selten. Wenn am kommenden Wochenende die weltbesten Skifahrerinnen zum Alpin-Weltcup im Allgäu gastieren, dann dürfen sich die Fans auf die absoluten Spitzenfahrerinnen freuen. Auch wenn US-Star Lindsey Vonn nach ihrem Sturz in Schladming heuer nicht dabei sein kann, so trifft sich doch das Who is Who des alpinen Frauen-Weltcups am Ofterschwanger Horn. Mit Ausnahme von Abfahrerin Marion Rolland aus Frankreich werden allle frisch gekürten Weltmeisterinnen von Schladming am Wochenende im Allgäu an den Start gehen: die Super-G-Titelträgerin und Gesamtweltcup-Führende Tina Maze (Slowenien) ebenso wie Riesenslalom-Weltmeisterin Tessa Worley (Frankreich), Slalom-Champion und Shootingstar Mikaela Shiffrin (USA) und die Kombinations-Weltmeisterin und Lokalmatadorin Maria Höfl-Riesch, die nach ihrem Heimspiel in Garmisch-Partenkirchen nun in Ofterschwang ihren 25. Weltcupsieg in Angriff nehmen will. Auch Nicole Hosp und Michael Kirchgasser, die beiden Goldmedaillengewinnerinnen aus dem erfolgreichen österreichischen Mixed-Team, kämpfen in Ofterschwang um wertvolle Weltcup-Punkte. Die Liste der namhaften Fahrerinnen ließe sich beliebig fortsetzen. Zum Beispiel mit Julia Mancuso (USA) oder Kathrin Zettel (Österreich), die in Ofterschwang schon zu den Stammgästen gehören und schon vor sieben Jahren, im Februar 2006, auf dem Ofterschwanger Podium standen.

Räumt Tina Maze heuer alle Kristallkugeln ab ?

„Sportlich wird das sicher ein absoluter Höhepunkt“, ist OK-Generalsekretär Stefan Huber
überzeugt, „schließlich können hier eine Woche vor dem großen Weltcup-Finale in Lenzerheide schon die ersten Vorentscheidungen fallen“. Während die Würfel im Gesamtweltcup und im Riesenslalom bereits zugunsten der alles überragenden Tina Maze aus Slowenien gefallen sind (sie hat als bislang erste Athletin bereits die 2000-Punkte-Marke geknackt und kann in dieser Saison alle Disziplinenwertungen gewinnen), gibt es im Kampf um die kleine Slalom-Kristallkugel noch ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen.

Insgesamt sind 113 Athletinnen aus 23 Nationen am Start

Dort führt die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die drei Tage nach dem Weltcup in
Ofterschwang ihren 18. Geburtstag feiert, knapp vor Tina Maze und Veronika Velez
Zuzulova aus der Slowakei. Selbst die Schwedin Frida Hansdotter hat noch
minimale Chancen auf den Sieg im Disziplinen-Weltcup. Spannung ist jedenfalls garantiert auf der vorletzten Station der diesjährigen Weltcup-Tour, bei der auch zahlreiche Exoten am Start sein werden. 113 Athletinnen kommen aus 23 Nationen,
darunter auch zwei Argentinierinnen, eine Holländerin sowie eine Japanerin. Für den
Riesenslalom am Samstag sind 85, für den Slalom am Sonntag sogar 89 Starterinnen
gemeldet.

Große Vorfreude bei der Vorjahres-Doppelsiegerin

Eine kehrt besonders gern nach Ofterschwang zurück: Viktoria Rebensburg. Die
Doppelsiegerin des Vorjahres fährt zwar in dieser Saison lange nicht so souverän
Riesenslalom wie 2012, doch eine Topplatzierung hat auch sie im Visier: „Ich will einfach
wieder Spaß haben und das tolle Umfeld in Ofterschwang genießen“, sagt die 23-jährige
vom SC Kreuth. (Siehe nachfolgendes Interview).

Text: Thomas Weiß, Medienteam Ofterschwang
Mikaela Shiffrin, 2012 in Ofterschwang. Foto: Ralf Lienert

Tina Maze am vergangenen Wochenende in Garmisch. Foto: dpa
Tina Maze am vergangenen Wochenende in Garmisch. Foto: dpa
Mikaela Shiffrin, 2012 in Ofterschwang. Foto: Ralf Lienert
Mikaela Shiffrin, 2012 in Ofterschwang. Foto: Ralf Lienert