Linsey Vonn (USA) kurz vor dem Ziel

Die Fäßlers – eine skibegeisterte Hoteliers-Familie

OK-Chef Michael und Ehrenpräsident Karlheinz Fäßler basteln zusammen mit der Skisport- und Veranstaltungs-GmbH und 550 Helfern wieder an einem gelungenen Weltcup-Wochenende

Selten hat man die Gelegenheit, Karlheinz Fässler im Vorfeld des Ofterschwanger Weltcups zu erwischen. Viel lieber überlässt der Ehrenpräsident der Veranstaltung das Zepter seinem Sohn und Nachfolger Michael. Der 79-Jährige Seniorchef des Hotel „Sonnenalp“ schaut sich die Rennen meist weit weg am Bildschirm in Aspen/Colorado an. In diesem Jahr ist es anders, denn der leidenschaftliche Skifahrer, der als junger Bursche zwei Jahre in der Nationalmannschaft war, wollte die Alpine Ski-WM in Schladming nicht versäumen und kehrte darum zurück in seine Heimat.

Im Trubel der Weltmeisterschaften fand Fässler Zeit für Gespräche mit Vertretern des
Internationalen Skiverbandes (FIS) und des Deutschen Skiverbands (DSV). Seine Frage,
warum sie alle immer wieder gern in das so kleine Ofterschwang kämen, habe der DSVRenndirektor Wolfgang Maier auf den Punkt gebracht. Man genieße die heimelige
Atmosphäre und bewundere dabei immer wieder die technische Kompetenz und den
Wahnsinnseinsatz der Helfer. Dabei sei Ofterschwang doch nur ein „Zwerg“ unter den
Weltcup-Orten. Das mache den Erfolg von Ofterschwang aus, meint auch Fässler senior, der derzeit bei den Vorbereitungen zuschaut und staunt über das Fachwissen, die Hand-in Hand-Arbeiten und die Erfahrung, mit der Stefan Huber von der Skisport- und Veranstaltungs GmbH mit seinem Team das Geschehen steuert.

Das Allgäu als starke Region präsentieren

Allein sei Ofterschwang zu klein und schwach, um einen solchen Weltcup zu schultern, das sei schon in den Anfängen 1998 klar gewesen, erzählt Karlheinz Fässler. Vereine,
Bergbahnen, FIS-Vertreter in einem Boot zu wissen, war die eine Sache. Dass jedoch der
Landkreis mit all seinen Gemeinden, die im Norden wahrlich wenig vom Skitourismus
profitieren, finanziell dabei ist, darüber ist Fässler glücklich. „So können wir gemeinsam
zeigen, dass das Allgäu eine Region ist, in der man wunderbar Ski fahren kann“, betont er den touristischen Aspekt. Sein Sohn Michael sieht zudem weitreichende Aspekte in der Nachhaltigkeit einer solchen Veranstaltung. Der Junior sieht sich nicht nur als Bindeglied zwischen Sport, Tourismus und Wirtschaft. Er hat auch ein Auge auf die nachfolgende Generation. „Wir müssen schauen, dass wir die Jugend immer wieder und immer neu begeistern, als Helfer, als alpine Skitalente und als weltoffene Gastgeber“, meint er. Umso mehr freut er sich, der als Hotelier die Ofterschwanger Skischultage unterstützt, dass schon die Kleinsten mit dem Skisport und dem Weltcup aufwachsen. Am Fuße des Ofterschwanger Horn mit bester Aussicht kann der
Nachwuchs das Geschehen um die Weltcup-Rennen buchstäblich vom Klassenzimmer und der Spielecke im Kindergarten aus mitverfolgen. „Bergbahnen und Skipisten sind quasi das Wohnzimmer für unsere Kleinen“, meint Fässler jun. schmunzelnd. Um den Ski-Nachwuchs muss es einem aus diesem Grund nicht bange sein.

Text/Foto: Elke Wiartalla, Medienteam Ofterschwang

Michael (links) und Karlheinz Fäßler Foto: Elke Wiartalla
Michael (links) und Karlheinz Fäßler Foto: Elke Wiartalla